Die Geschichte vom HR-Startup inga.

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Das Startup inga. vereint das Thema Human Resources mit der Technologie der Chat Bots und hat es geschafft, daraus ein erfolgreiches Business zu kreieren. Wir haben mit der Co-Founderin Corinna Haas über die Geschichte hinter dem Unternehmen gesprochen, das Personalrecruiting mit Chatbots anbietet.


Hallo Corinna, schön dass du heute mit uns über inga. sprichst. Erklär unseren Lesern doch, wer genau ihr seid und welche Vision ihr verfolgt.


Mit unserem HR-Tech Startup inga. haben wir eine Methode für Social Personalrecruiting mit Chatbots entwickelt, die den entscheidenden ersten Schritt in ein neues gemeinsames Arbeitsverhältnis wesentlich erleichtert.
Unsere sogenannten Job-Bots spüren auf zielgruppengerechten Social Media Kanälen passende Kandidaten für die jeweilige Stelle unserer Kunden auf und qualifizieren sie durch einen individuellen Chatbot vor.

Unsere Vision ist eine Arbeitswelt, in der wertschätzende und empathische Interaktion im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht. Mit unserem Personalrecruiting mit Chatbots erleichtern wir den Prozess für beide Seiten: Recruiter und Talente.
Erstens schaffen wir Raum für mehr qualitative Personalarbeit. Wir wollen dafür sorgen, dass sich kein Personaler mehr mit Papierkram und frustrierenden Adminaufgaben rumschlagen muss, sondern Zeit und vor allem Muße für seine oder ihre künftigen Mitarbeiter hat.
Zweitens ist unser Bewerbungsverfahren maximal niederschwellig und zielgruppengerecht. Wir verlangen keine Bewerbungsmappe mit Anschreiben und Lebenslauf von Fachkräften, die wegen ihrer Expertise in ihrem jeweiligen Fach gesucht werden und nicht wegen ihrer Schreib- und Designkünsten (oder etwa finanzieller Möglichkeiten, sich die Unterlagen durch Dritte erstellen zu lassen).

Wie ist es euch die letzten Monate während der Covid-19 Pandemie ergangen?


Natürlich hat uns die Krise erstmal hart getroffen. Anfang 2020 hatten wir einen starken Umsatzeinbruch, dabei hatten wir für dieses Jahr eigentlich die finanzielle Unabhängigkeit zum Ziel gesetzt. Zum einen sind uns Bestandskunden weggebrochen, die trotz vorherigen Wachstum und Mitarbeitermangel erstmal einen Einstellungsstopp verhängen mussten.
Zum anderen war es in einer wirtschaftlich ungewissen Zeit extrem schwer potentielle Neukunden zu gewinnen. In unsicheren Zeiten lässt man sich ungern auf Experimente ein.
Außerdem waren wir gerade dabei inga. eine neue Richtung zu geben und hatten bereits eine komplette Strategie ausgearbeitet. Das neue Produkt wollten wir dann auf der TalentPro 2020 vorstellen. Die TalentPro wurde schließlich, wie alle anderen Veranstaltungen, abgesagt und unsere neuen Pläne lagen ebenfalls erstmal auf Eis.

Stattdessen haben wir einen U-Turn vollzogen und uns ganz auf unser bestehendes Produkt konzentriert, dieses stark optimiert und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden weiterentwickelt. Den Vertrieb haben wir strategisch auf Branchen ausgerichtet, die gerade durch Corona dringend Zuwachs gebraucht haben – und das mit Erfolg.

Konntet ihr Positives aus der aktuellen Situation für euer Unternehmen ziehen?


Auf diese Frage gibt es ein klares Ja! Wir sind nicht nur gut durch die Krise gekommen, sondern tatsächlich gestärkt daraus hervorgegangen. Das hat uns gezeigt, dass Agilität und Flexibilität für das Team inga. nicht nur Buzzwords, sondern tatsächlich gelebte Praxis sind. Wir haben uns gleichzeitig auf unsere Kernkompetenz zurückbesonnen und diese strategisch an der neuen Situation ausgerichtet.

Durch unseren Fokusswitch auf systemrelevante Branchen waren das dann vor allem die Gesundheits- und Sozialbranche, das Baugewerbe und das Handwerk. Die durch die äußeren Umstände erzwungene Rückbesinnung auf unser bestehendes Produkt und unsere bereits aufgebaute Expertise hat sich rückblickend als Segen erwiesen. Außerdem ist unser Team durch die große Herausforderung noch stärker zusammengewachsen. Dass Zusammenhalten und Rücken-Stärken bei uns funktioniert, konnten wir in den vergangenen Monaten nur zu gut unter Beweis stellen.
Letztlich konnten wir während einer Pandemie nachhaltig die Umsätze steigern, neue Kunden und Partner (darunter in den USA und der UK) dazugewinnen, eine starke Vertriebsstrategie entwickeln und mit unseren Bestandskunden enger zusammenwachsen. Wir gehen mit dem Motto aus der Krise: wenn wir das geschafft haben, schaffen wir alles!

Wann habt ihr gegründet und wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee zu inga. entstand im Sommer 2017. Die Ideengeber waren eine handvoll innovativer Köpfe mit weltverbesserischen Gedanken. Alle Initiatoren hatten entweder aus der Talent- oder der Recruiter-Perspektive erlebt, wie unnötig hürdenreich, umständlich und veraltet das aktuelle Bewerbungsverfahren ist und sich in den Kopf gesetzt, das grundlegend zu verändern.
Die Welt des Arbeitens, angefangen mit dem ersten Zusammentreffen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sollte fundamental besser werden. Recruiting- bzw. Bewerbungsprozess sollte sich also ins Gegenteil des Status Quo verkehren: niederschwellig, unverkrampft, authentisch und zielguppengerecht. Sowohl die Suche als auch das Kennenlernen neuer Mitarbeiter ist mit den gängigen Methoden nicht individualisierbar. Das heißt, der Marketing Manager muss dieselbe Art von Leistung abliefern, wie der Maurer, obwohl im Grunde komplett andere Kompetenzen gesucht werden.
Einer dieser weltverbesserischen Köpfe hatte zu dieser Zeit Chatbots als niederschwelliges Kommunikationsmittel kennengelernt. Die Idee inkl. Umsetzungsmöglichkeit war geboren: ein Bewerbungs-Bot, der individuell auf seine Zielgruppe ausgelegt werden kann.

Gibt es eine Geschichte hinter eurem Unternehmensnamen und wie habt ihr ihn gefunden?

Ganz am Anfang der Entstehungsgeschichte hieß inga. noch INGA – in Versalien. Der Name stand für Intelligent Growth Assistant und sollte die Parallelen zwischen Social Selling und Social Personalrecruiting mit Chatbots anzeigen. INGA sollte als virtuelle, automatisierte Assistentin Unternehmen beim Wachstum helfen. Der Name ist zusammen mit den Entwicklungen im Team und der Unternehmensphilosophie gewachsen und aus den Versalien wurde ein klein geschriebenes inga.
Die neue inga. bedeutete einen Shift vom Wachstumsfokus auf mehr empathische und wertschätzende Kommunikation in Unternehmen. Aktuell schraubt inga. hier an der Kommunikation im Personalrecruiting mit Chatbots-Prozess. Durch die Automatisierung nerviger Adminarbeit können sich Personaler intensiver und damit auch wertschätzender dem Kennenlernen der Kandidaten widmen. Wir möchten den Fokus des Kennenlernprozesses zwischen Arbeitnehmer- und geber so setzen, dass für beide Seiten der Dialog, das Gespräch, im Mittelpunkt steht. Die (manuell schwierig gewordene) Suche und den Papierkram übernehmen die Job-Bots und das Team inga.

Wie habt ihr euer Tool in die Realität umgesetzt und wie habt ihr es finanziert?

Wir haben unser Produkt von Anfang an eng an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden entwickelt und weiterentwickelt. Dass wir direkt zu Beginn schon einen Großkunden mit entsprechender Expertise mit an Board hatten, der die Bedürfnisse seiner Branche konkret schildern konnte, hat uns enorm weitergeholfen, das Personalrecruiting mit Chatbots zu verfeinern.
Nach ihrer Geburtsstunde war inga. noch ein Projekt dreier Freiberufler, das neben der Hauptarbeit großgezogen wurde. Doch das kleine Projekt kam an – es hatte den Nerv der Zeit und der Recruitingwelt getroffen – und damit die Aufträge. Damit wurde inga. vom Projekt zum Unternehmen und bekam zusätzlich Unterstützung von Investoren, Business Angels und Startup-Programmen, wie NCA.

Welche Hindernisse musstet ihr auf eurem Weg überwinden?

Die größten Hürden taten sich bei der Gründung der GmbH auf. Klar, wir kannten die Klischees vom Passierschein A38 und der deutschen Bürokratie, aber dass die bürokratischen Hürden tatsächlich so hoch waren, damit hätten wir (bzw. Corinna, die sich da federführend durchkämpfen mussten) nicht gerechnet. Wir sprangen durch diejenigen Reifen und Stäbe, die wir ja selbst für einen anderen Bereich der Arbeitswelt abschaffen wollten!
Eine weitere Herausforderung, war es, wirklich passende Investoren zu finden. Wir wollten und wollen kein Einhorn sein, sondern ein Impact-Startup. Das bedeutet, es galt auch Investoren zu finden, die genau solche Startups fördern wollten, mit allem, was dazugehört. Ein Zebra, und ein solches möchten wir werden, braucht länger zum Wachsen, als ein Einhorn, tut dies aber bedacht und in eine andere Richtung. Es möchte einen deutlichen Impact auf sein Umfeld haben und nicht so schnell wie möglich auf Exit gehen. Hierfür muss das Gründerteam und die Investoren am gleichen Strang ziehen.
Und hier wären wir dann auch bei der nächsten Herausforderung beim Gründen eines Startups: das passende Gründerteam. Die Charaktere der einzelnen Gründer müssen so ineinandergreifen, dass sie harmonisieren und sich im besten Fall ergänzen. Das Wichtigste dabei ist aber wiederum die gleiche Vision vor Augen zu haben. Es bringt nichts, wenn einer ein Zebra und die andere ein Einhorn werden möchten, und dabei an unterschiedlichen Fäden ziehen.
Und natürlich hat sich letztlich auch die Pandemie als unerwartete Hürde in den Weg gestellt und uns gezwungen, Umwege zu finden und erfolgreich für uns zu erschließen.

Welche Fehler habt ihr in euren Anfängen gemacht und was habt ihr aus diesen gelernt?

Die zwei größten Learnings in der Gründungsphase waren diese:

  • Falsches Spending! Wir haben früh in eine nicht für unsere Zwecke passende Software investiert und diese Fehlentscheidung ist uns letztlich um die Ohren geflogen. Wir haben viel zu langfristig geplant und Hypothesen als Fixum betrachtet, anstatt viel kleinteiliger zu Testen und durch trial & error den richtigen Weg zu finden. Dass die Adjektive “lean” und “agil” nicht umsonst erfolgreiche Startups beschreiben, haben wir dann ziemlich schnell gelernt.
  • Zu viele Chefköche verderben den Brei! Wir sind damals zu 12. (inkl. der Investoren) beim Notar eingefallen, um die GmbH zu gründen. Der Blick des Notars hätte uns damals schon eine Warnung sein sollen: “Wir sehen uns eh bald wieder”…. womit er auch recht hatte.

Welches Alleinstellungsmerkmal besitzt ihr? Was hebt euch von euren Konkurrenten ab?

Im Vergleich zu anderen Anbietern von automatisierten Recruiting-Lösungen legen wir großen Wert darauf, dass alle Bestandteile unserer Job-Bots genau auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind. Durch unsere Chatbots qualifizieren wir effizient einen großen Pool an Talenten aus Ausbildungsberufen vor und durch Input unserer Kunden und unsere eigene Expertise gestalten wir die Chat-Dialoge und Werbeanzeigen individuell und bieten den Talenten damit einen hohen Identifikationsfaktor. Dadurch erhalten unsere Kunden ohne jeglichen Implementierungs-Aufwand nicht nur viele, sondern vor allem auch passende Kandidaten für ihre Vakanzen.
Wir legen Wert auf echte Kommunikation und wertschätzenden und damit produktiven Austausch – das ist nicht nur unsere Vision für eine neue Art des Recruitings, sondern auch unser Anspruch an die Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Dadurch fühlen sich unsere Kunden sehr gut betreut und beraten und haben auch einen großen Anteil an der Weiterentwicklung und Optimierung unseres Produktes. Das wiederum führt dazu, dass inga. 1. maximal intuitiv bleibt und 2. der Zielgruppe genau das liefert, was sie braucht.

Wieso glaubt ihr, dass euer Tool etwas verändern wird?

Wir streben eine Arbeitswelt an, in der die Zusammenarbeit von Wertschätzung und empathischer Interaktion geprägt ist. Wir ermöglichen mit unserer Social Recruiting Methode einen genau solchen Start in die Zusammenarbeit – für beide Seiten, Recruiter und Talente. Wer ins Recruiting geht, tut dies meistens, weil er/sie mit Menschen arbeiten will und nicht mit (digitalem) Papier.
Durch unsere Methode des Personalrecruiting mit Chatbots möchten und können wir den Fokus der HR wieder zurück auf das H(uman) legen. Personalarbeit ist damit wieder Kommunikation, Kreativität und Empathie – inga. kümmert sich um den Rest. Der Job-Bot sucht & findet und unser Kunde kann sich ganz der Kommunikation mit den vielversprechendsten Kandidaten widmen.
Der Bewerbungsprozess wird umgekehrt auch für die Talente wesentlich angenehmer und wertschätzender, weil er sich nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kandidaten richtet. Unsere Job-Bots sind zielgruppengerecht. Das heißt, wir platzieren sie zum einen auf den Kanälen, in denen sich die entsprechende Zielgruppe auch aufhält, zum anderen ist der Chatdialog gezielt niederschwellig gehalten und fragt effektiv und damit zeitoptimiert gezielt die wirklich nötigen Qualifikationen ab. Damit gewährleisten wir einen wertschätzenden Kennenlernprozess und einen optimalen Start in eine nachhaltig gute Zusammenarbeit.

Wo seht ihr euch mit eurem Tool in der Zukunft und was ist euer Ziel?

Wir möchten dazu beitragen, dass es einen Shift von der Akademikerschwemme hin zur Fachkräfteschwemme gibt. Unser Tool für Social Personalrecruiting mit Chatbots soll dazu beitragen, dass Ausbildungsberufe attraktiver werden und Fachkräfte die perfekt zu ihnen passenden Arbeitgeber finden und sie kein umständlicher Bewerbungsprozess davon abhält.
Aktuell sind wir außerdem dabei, unsere Methode speziell für die Zielgruppe Azubis auszubauen und eigene Azubi-Job-Bots zu entwickeln. Unsere Arbeit soll dazu beitragen wertstiftende Berufe zu stärken und diese Profile im Recruiting sichtbar zu machen. Hierfür braucht es ein Bewerbungsverfahren, das dieser Gruppe gerecht wird.
Aus unserer Sicht ist die Zeit der klassischen Stellenportale vorbei. In Zukunft müssen sich Arbeitgeber an das veränderte Suchverhalten und auch an die veränderten Ansprüche der Arbeitnehmer anpassen und neue Wege gehen. Einer dieser Wege ist inga.

Gibt es Kunden, auf die ihr besonders stolz seid?

Eine tolle Erfahrung war es, zu erleben wir aus der theoretischen Konkurrenz in der Praxis äußerst produktive Verbündete wurden. Ursprünglich sahen wir in unserem Tool, also dem Personalrecruiting mit Chatbots, eine Konkurrenz für Headhunter und Personalberater, das deren Arbeit ersetzen würde. Inzwischen hat sich dagegen eine Symbiose entwickelt und es sind die Personalberater, mit denen wir gemeinsam die durchschlagendsten Erfolge erzielen.
Wir haben zudem höchsten Respekt vor unseren Kunden aus der Gesundheitsbranche und dem Sozialwesen, die genau wissen, wie wertvoll ihre (potentiellen) Mitarbeiter sind und ihr bestes geben, um ihnen diese Wertschätzung auch zu zeigen. Außerdem ziehen wir unseren Hut vor dem Mut und der Experimentierfreude des produzierenden Gewerbes und allgemein dem Mittelstand. Die KMUs mit denen wir zusammenarbeiten, haben sich als weitaus agiler und innovativer herausgestellt, als allgemein angenommen.

Welche Tools nutzt ihr außer eurem eigenen?

Wir waren von Anfang an ein Remote-First Unternehmen mit Mitarbeitern u.a. aus Marokko und Italien. Das heißt wir hatten bereits vor der Pandemie eine starke Tool-Landschaft, vor allem zur digitalen Kommunikation und Organisation. Als wir dann alle erstmal vollständig ins Home Office umziehen mussten, kam uns das zugute!
Meetings liefen sowieso schon über Zoom, die Kommunikation über Slack und die Organisation und Dokumentation über Asana und Notion. Wir waren – was das betrifft – also bestens auf die Situation vorbereitet. Aber auch die Produktion unserer Job-Bots ergibt sich aus einem Zusammenspiel mehrerer Tools – das sind z.B. Werbemanager für unsere Online-Kampagnen, Airtable als Datenbank, Tools zur Performance-Analyse usw.

Auf welche Kanäle und Strategien setzt ihr im Marketing, wie macht ihr auf euch und euer Tool aufmerksam?

Während der Pandemie haben wir uns vor allem auf den Aufbau einer starken Vertriebsstrategie konzentriert – d.h. Outbound Sales für das Personalrecruiting mit Chatbots über Businessnetzwerke wie LinkedIn und Xing, aber auch durch Netzwerken auf virtuellen Events und durch eigene Webinare zum Thema Social Recruiting etc.
Inzwischen haben wir eine treue Bestandskundschaft und damit eine gute Basis für Inbound Sales, Content Marketing, Branding und damit eine längerfristige Marketingstrategie aufgebaut. Hierfür bauen wir gerade unser LinkedIn Profil weiter aus, sind dabei einen Blog anzulegen und möchten uns mehr auf SEO konzentrieren.

Glaubt ihr der Schritt in die Selbstständigkeit lohnt sich, auch wenn es ein sehr unsicherer Weg ist?

Selbstständigkeit bedeutet man ist selbst & ständig. Das heißt zum einen, dass man quasi rund um die Uhr für sein “Baby” da ist und ständig mit der eigenen Firma beschäftigt ist, zum anderen heißt das aber auch, dass man ständig man selbst ist (Danke meinem Co-Founder Kim Körber für diese Aussage)! Mehr Selbstverwirklichung geht nicht.
Wer merkt, dass das eigene “Baby” Mehrwert in die Welt bringt und sich der Impact, den man sich vorher erträumt hatte, tatsächlich beginnt abzuzeichnen, überwiegt das die schlaflosen Nächte. Wichtig ist eine klare Vision, ein finanzielles Polster und ein Team, das auch in schwierigen Phasen zusammenhält – dann ist die Selbstständigkeit ein Traum, den es sich zu verwirklichen lohnt.

Was ist das Beste daran, ein eigenes Startup zu gründen?

Eine Lösung für ein Problem zu schaffen, das einem selbst wichtig ist. Der Lieblingssatz eines unserer Gründer, Kim lautet: “Machen nicht Meckern!”. Zu Gründen bedeutet, ein Problem zu erkennen, die Ärmel hochzukrempeln und mit vereinten Kräften die Lösung dafür zu liefern. Wenn das dann tatsächlich gelingt, ist es ein unglaublich befriedigendes Gefühl.

Habt ihr Gründer-Vorbilder?

Nicht Exit- sondern Impact-getriebene Gründer, die nicht nach dem schnellen, großen Geld streben, sondern tatsächlich einen Mehrwert für die (Arbeits-) welt stiften möchten, die sie kommenden Generationen hinterlassen. Unsere Vorbilder sind nicht die Unicorns aus dem Silicon Valley oder Berlin, sondern die Zebras aus dem Ruhrpott und dem Bayerischen Wald, die ihre Vision nachhaltig in der Wirklichkeit verankern und einen echten Mehrwert für die Arbeitswelt der Zukunft schaffen.
Außerdem hat uns der Gründungsprozess mit allen seinen Hürden und Talfahrten einen heiden Respekt vor etablierten Unternehmen eingebracht. Es kostet Kraft und vor allem Ausdauer an den Markt zu kommen und erfolgreich am Markt zu bleiben.

Welche drei Tipps würdet ihr angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • „Better done, than perfect“ – ein zweiter Lieblingssatz von Kim, der einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unseren Erfolg hatte und immer noch hat. Erstens wird kein Produkt und keine Methode in der reinen Theorie Perfektion erreichen und damit auch nie auf den Markt gehen. Zweitens zeigt sich oft erst in der Praxis, was ein gutes und damit marktfähiges Produkt ist. Vor allem am Anfang denkt man sich als Gründer, dass es besonders wichtig sei ein perfekt funktionstüchtiges Produkt auf den Markt zu bringen. Doch das ist genau der falsche Ansatz. Man kann nämlich nie sicher sein, ob das neue Produkt in der Realität einen sinnvollen Mehrwert bringt, also in dieser Form etwas ist, was die Zielgruppe tatsächlich braucht. Ins kalte Wasser und danach testen, testen, testen – das funktioniert unserer Erfahrung nach am Besten.
  • Bildet ein Team, das gut zusammen funktioniert und gleichzeitig divers ist. Wichtiger als Hard Skills und jahrelange Berufserfahrung ist, dass neue Mitarbeiter – durch ihre Art und Arbeitsweise ins Team passen. Im besten Fall brennt ihr alle für die eine gemeinsame Vision, stärkt ihr euch gegenseitig den Rücken, haltet auch in Talfahrten zusammen und ergänzt euch mit euren verschiedenen Sichtweisen und Fähigkeiten.
  • Überlegt euch, wie ihr euch finanzieren wollt. Sehr sinnvoll ist es nach geeigneten Investoren zu suchen, die euch mit Geld aber auch mit deren Know-how weiterhelfen können. Vielleicht bringen sie ja auch gleich noch das nötige Netzwerk, ohne das es schwierig wird am Markt Fuß zu fassen.

Über den Interviewpartner

Corinna Haas ist Co-Founder & Managing Director bei inga. und war von Anfang an dabei. Sie kommt selbst aus der Corporate Welt und hat jahrelang in den HR-Abteilungen von großen Unternehmen gearbeitet.

inga. ist ein HR-Tech Start-Up aus Frankfurt, das Personalern und Talenten das Leben vereinfacht und ihnen Zeit für die wesentlichen Aufgaben zurück gibt. Durch unsere Recruiting-Lösung soll der Fokus wieder auf das zwischenmenschliche Kennenlernen und damit der Grundstein für ein produktives, langfristiges Arbeitsverhältnis gelegt werden können.

Mehr über die Partner und Kooperationen von ScaleupLab findest du hier.

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